Maria Emhart –Rädelsführerin im Kampf für die Demokratie
zum 125. Geburtstag 2026
Eine Koproduktion von portraittheater, Niederösterreichischem Kulturforum und
Theater Drachengasse
Schauspiel, Text: Anita Zieher
Regie: Margit Mezgolich
Wissenschaftl. Berater: Thomas Lösch
„Wir haben damals alle die Gefahr, die von den faschistischen Parteien ausgeht, unterschätzt und nur die Feinde im jeweils anderen politischen Lager gesehen.“
Von der Arbeiterin zur „Rädelsführerin“, von der Vizebürgermeisterin zur Nationalrätin: Das Leben der in Niederösterreich geborenen Politikerin Maria Emhart (1901 – 1981) steht exemplarisch für die wechselvolle Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert. portraittheater zeichnet anhand von autobiografischem Material und Dokumenten ihren ereignisreichen Lebensweg nach. In dem Stück „Maria Emhart – Rädelsführerin im Kampf für die Demokratie“ schlüpft die Schauspielerin Anita Zieher in der Regie von Margit Mezgolich in die Rolle der mutigen Politikerin, deren 125. Geburtstag im Mai 2026 wäre.
Maria Emhart (1901 – 1981) begann bereits als junge Arbeiterin in der Glanzstofffabrik in St. Pölten sich politisch zu engagieren und war ab 1932 Mitglied des Gemeinderats in St. Pölten. Infolge ihrer Aktivitäten während der Februarkämpfe 1934 wurde sie verhaftet und entkam nur knapp der Todesstrafe. Während der Zeit des austrofaschistischen Ständestaats war sie im Untergrund für die Revolutionären Sozialisten aktiv. 1936 war sie eine der Hauptangeklagten beim „Großen Sozialistenprozess“. Als nach ihrer Freilassung aufflog, dass sie und ihr Mann sich nur zum Schein hatten scheiden lassen, wurde der Eisenbahner an den Standort Bischofshofen strafversetzt. Maria Emhart arbeitete dort nach Kriegsende am Wiederaufbau der Gemeinde mit und wurde 1946 zur ersten Vizebürgermeisterin in Österreich gewählt. 20 Jahre übte sie dieses Amt aus. Daneben war sie 8 Jahre Abgeordnete im Salzburger Landtag sowie 12 Jahre im Nationalrat.
Mit freundlicher Genehmigung
der Bezirksvorsteherin
Frau Mag.a Silvia Nossek

